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Des Kindes Unart scheint dir artig im Beginn;
Du nennst es sinnig, und am End' ist's Eigensinn,
Dn kennst im zarten Keim das Unkraut nicht vom Kraut,Dann raufst dn's zornig ans, warum hast dn's gebaut?
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Mit Kindern brauchst du nicht dich kindisch zu geberden;
Wie sollen sie, wenn du ein Kind bist, Männer werden?
Alswie der Mann das Kind, liebt auch das Kind den Man»;Nur der crzieht's, wer es zu sich heranfzicbn kann.
88 ,
Ich saß am Busch und sah hervor ein Häslein schlupfen,Das fieng im Abendschein sein Gräslcin an zu rupfen.
Die Löffel reckt' cs hoch und schob die Angen gläsernUmher, sobald ein Hauch sich regte in den Gräsern,
Mich ward es nicht gcwalir und sah nicht die Gefahr,
Nicht weil ich ihm verdeckt, nur weil ich reglos war.
Da dacht' ich: o Natur, was dachte dein Verstand,
Als deiner Sch'öpferhand sich dis Geschöpf entwand?
Begabt mit jedem Sinn, mit jedem blind und taub,
Bonn Feinde rasch zur Flucht, doch stets des Feindes Raub,
Es lockt der Abendschein an« dumpfem Wald hervor.
Mit Zittern gras't's und blickt vom Futter nicht empor.
Ich blick' empor zu Gott und dank' ihm diese Gabe,
Daß ich nicht wie das Thier vorm Tod zu zittern habe,