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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
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70.

Dcr Seele Saiten, wann sic dir am feinsten sindGestimmt, o hüte sic vorm allerklcinsten Wind!

Tenn auch ein solcher kann verstimmen dann die Saiten,Dcr ohne Eindruck sonst darüber würde gleiten.

Wem der Begeisterung Erwachen schauernd spürtDcr Geist, sühlt unsanft er von Irdischem sich berührt;

Zo daß der Andacht Glut oft, ncbenans vom ZugTer Lust gewendet, wild in Zornesflamm' ausschlng.

Nicht nur dem Altar ist sein Opfer dann entzogen,

Tu selber fühlest um die Stille dich betrogen.

Ein tugendhafter Mann denkt me, weil es vergebens»denken ist, des Tods, er denkt allein des Lebens

Des Todes me, weil me dcr Tod ihm schaden kann ;Des Lebens nur, weil nur im Leben wirkt der Mann

Lo denkt ein Tapfrer nicht, weil er zuvor bedachthu ein für allemal, des Todes in der Schlacht.

Und also in der Schlacht des Lebens, die wir kämpfenLH nie des Todes Furcht die Rüstigkeit dir dämpfen.

Und wenn des dunklen du gedenken sollst, so thnEs so wie wer gedenkt am heißen Tag der Ruh;

en der Gedanke stärkt, daß er die Nacht soll rnhn,Und früh erwachen, neu gestärkt sein Werk zu thnn.