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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
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»Wo nicht, so lassen wir es lieber heute nchn :denn besser ist, als schlecht, die Arbeit gar nicht thun.

Menu an einander wir, o Freund, nicht öfter dächten! schrieben, zweifelt' ich an unsrer Liebe Mächten.

Hck aber zweifle nicht, ich weiß mit Zuversicht:iDn gibst mir, wie ich dir, tagtäglichen Bericht.

k lind ich empfang' ihn auch, wie du empfängst den meinenWir imterreden uns, wenn wir zu schweigen scheinen.

W>i weißt ja, wie ich war, drum weißt du, wie ich bin ;Und wie ich kannte dich, kenn' ich dich immcrbin.

I Ia'ch wenn man ohne Schrift das Jnnre kann gewahren,iLon Zeit zu Zeit will man was Acnßres auch erfabrcn.

^e»n unsre Freundschaft ist Gefühl ins Ferne zwar,kZetoch kein Fcrngesicht, wovor uns Gott bewahr'!

Wrmn geb' ich Nachricht dir, daß du mir Nachricht gebest,Kickt, ob du mich noch liebst, nur, ob du auch noch lebest.

Dßck leb' und freue mich noch jeder guten Stunde,f Uiit von der bösen nehm' ich lieber keine Kunde.

Noch minder gäb' ich dir davon die Kunde gern,

Nab' bliebe dir nur, was derweil mir schon ist fern.

Wie sollt' ich Dauer dem verleih» ans diesem Blatt,

Was in der Wirklichkeit znm Glück nicht Dauer hat!

2l!.

Der Kämpe wappne sich, eh' er znm Kampfe geht;^ ist zu spät, wann er in Feindes Mitten steht.