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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
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Und wann du dann vom Schlaf erwachest sanft und kühl.Bezeugt dasselbe dir ein selig« Nachgefühl.

1 ».

Willst du erquickenden tranmlosen Schlaf genießen,

Laß wach dich im Genuß nicht Mäßigkeit verdrießen.

Und so im Leben auch sei mäßig, wenn begrabenDu rnhn in Gott willst und nicht böse Träume haben.

Sieh, welchen Lobn der Seel' hat Mäßigung Leschieden!Im Wachen und im Schlaf, im Tod und Leben Frieden.

20 .

Geschichte und Natur, zwei Räume sind sic nur,

Wo überall der Tod geht ans des Lebens Spur.

Du siehst, wohin du siehst, Zerstückelung, Bruchstücke;Das eine ist dahin, das andre noch zurücke.

Du siehst Verbindungen und fühlest eine Lücke,

Suchest Zusammenhang und findest keine Brücke.

Blick' in die Sternwelt ans, damit dein Geist gesundet!Dort ist der ewige Kreis, der in sich selb sich rundet.

Die Ordnung droben ist, wo aufgehoben istDie Wirrung, wo sich fügt, was hier verschoben ist.

Freu' dich in jeder Nacht, daß Sterne niedergläuzen,Mit höhrer Hoffnung Stral dein Dasein zu ergänzen.

2t.

Um Mittag, wenn mit Dust der Himmel sich umsäumtUnd hinter weißem Flor die stille Sonne träumt.