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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
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38 .

Beklage dich nur nicht, daß dir so viel mislang;

Sieh, wie dabei auch viel Ersprießliches entsprang.

Reich ist an Körnern wie an Spreu die Ernte; scheueNur nicht die Muh', und lis die Körner aus der Sprene.

30 .

Man reist, damit es uns znhans erst recht gefalle;Und wer durch's Leben reist, der ist im gleichen Falle.

Nur daß der Reisende hier nicht die Heimat kennt,Und nur am Heimweh suhlt, er ist von ihr getrennt.

Gereist zu sein, wie wird dich's in der Heimat laben!Und einst wie lieblich wird es sein gelebt zu haben!

40 .

Bist du gestürzt und hat der Sturz dir nicht geschadet,So denke: dismal hat der Himmel dir gegnadet.

Die Gnade hast du nicht verdient, verdiene sie!

Steh' aus mit Zuversicht und falle nie mehr, nie!

41 .

Das beste Lebensgut ist leichter froher Sinn,

Mit ihm ist kein Verlust und ohn' ihn kein Gewinn.

Doch, ward dir's nicht so leicht, und ist dein Wesen schwerer,So tröstet dich vielleicht ein Wort von deinem Lehrer:

Die dunkle Nelke, nicht die Lunte Tulp' hat Duft,

Und auch zum Himmel geht der Weg nur durch die Gruft.