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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
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^O scheu' nicht durch die Gruft den Weg zu deinem Himmel;sUnd laß wer gehn will gehn durch's bunte Weltgewimmel.

O scheu' nur durch die Gruft den Weg zum Himmel nicht!Im Herzen dunkler Duft, im Auge sanftes Licht,

Zm Auge sanftes Licht, im Herzen dunkler Duft;

Du gehst, o bange nicht, zum Himmel durch die Gruft,

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Au Winterabenden (mir ward der Schwank erzähltBon einem Freunde, den die Bibel viel gequält)

Ließ lesen, weil er horcht' in feierlicher Stille,

Ein alter Herr die Schrift den Diener mit der Brille,

Die Brill' auf seiner Nas', in seiner Hand ein Stift,ro las er, bis er kam au einen Punkt der Schrift,

^Der für des Herrn Verstand zu hoch war und zu kraus;

Verstehst dn's, Haus?"- Nein, Herr!-Ich auch nicht, Hans, streich's aus!"

So ausgestrichen ward viel Unverstandenes;

Doch blieb am Ende noch genug Vorhandenes,

Wol denkt der alte Herr, daß ohne viel BeschwerdenGemeinverständlich so die heil'ge Schrift soll werden.

Doch als von vorn iu's Buch es wieder gieug auf's Jahr,

;and Heuer dunkel sich, was fcrdcn deutlich war,

.Verstehstdn's, Hans?"-Nein, Herr!-Ich auch nicht, Hans, streich's aus!"Da ward im dritten Jahr ein einz'ger Strich daraus.

Was lehret uns der Strich? Daß mau in Schriften heiligglicht Unverständliches ausstreichcn soll voreilig,

!)as Unverständliche, laß nur mit drein es gehn,ronst wirst du selbst nicht das Verständliche verstehn,

Rückcrt, Lehrgedicht, - -- 13

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