Druckschrift 
Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
Entstehung
Seite
187
Einzelbild herunterladen
 

187

xchön ist das Bächlein dann, das kam» ;n küssen wagtsie Blnm', und rnnrmcllant zu werden halb noch zagt.

lund schön ist auch der Strom, der sich mit Kraft ergießt,o>i> Spiel der Woge sich mit Rauschen selbst genießt.

^Iliid so freu' immer dich, wenn Schönes dir nnd GutesQuillt, Thau, Bach oder Strom, perl' oder riesl' nnd flnt'

Ul» Königshallen tritt man nnbcschnhter ein,-Mßeil sic sind ansgelegt mit köstlichem Gestein.

^ t sich, der Morgen hat mit thanigcm Geschmeide^ Belegt die Gottes-Flur: komm nnd den Faß entkleide!

I d§cr in des Maien Than frühmorgens wandeln mag,

> .^iihlt sich von unten ans gestärkt den ganzen Tag.

! tzroh fühle, daß der Herr im Thau den Fuß dir wasche;

. Setz' ihn auf Sündcnschinntz nie noch ans Knmmeraschc!

i

I

4 3 «.

Wir bringen nnsern Preis der Morgcnsonne dar,

Mie hell die Schöpfung macht nnd unsre Seele klar.

! Bor ihrer Ankunft geht der Morgenwind als Bote,

Und ihres Einzugs Fahn' erscheint im Mvrgenrothe.

Ein Schauer meldet sic, nnd nun erscheint sie gleich,

' Und nimmt mit einem Blick Besitz von ihrem Reich.

s Acn Nebelschleier hebt sic von den Berggcstaltcn,

! drängt den Rest der Nacht zurück in Thälcrfalten.

Eie füllt mit Glan; das Thal gleich einer Opferschäle,Und einen eignen Stral trinkt jede Blnm' im Thale.

I