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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
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Ui.

Wem ein Geliebtes stirbt, dem ist cs wie ein Traum,Die ersten Teige kommt er zu sich selber kaum,

Sie er's ertragen soll, kann er sich selbst nicht fragen;Und wenn er sich besinnt, so hat er's schon ertragen.

10 .

Wer einmal hier hat in geliebtem AngesichtDes Todes Bild gcsehn, vergißt es ewig nicht.

Der Schatten legt, wohin fortan dein Ange schant,Sich über alles, was dir lieb ist oder traut.

17 .

Du hast der Freunde viel und geizest nicht um einen;

Ich habe wenige, und nannte dich den meinen,

Und muß im Herzen noch den mcinigcn dich nennen.

Und darf cs, wenn nicht dir, mir selber wol bekennen.

Was dich entfremden könnt', Hab' ich nicht Lust zu fragen;Doch daß es möglich war, das Hab' ich zu beklagen.

18.

Mein Freund im fernen Gan! wie oft noch denk' ich nachDem Worte, das dein Mund einst unbefangen sprach:

Daß dir's unleidlich sei, im Leben wem zu nahm,

Ohn' ihm zu geben Lieb' und Liebe ;n empfahn.

Sag', hast du warm bis jetzt den Anspruch sortgcsctzt?

So hat die kalte Welt gewiß dich oft verletzt.