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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
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So seh' ich nahn den Tag nicht ohne Herzenspochen,An dein vor Jahren mir das Unglück eingcbrochen.

Vorüber kann ich nicht ihm kommen ohne Schauern,Es möcht' im Hinterhalt ein Unglück wieder lauern.

13 .

Ich denk' an euch, die ihr vom Schoß mir anfgeflogen,

Und mm herab ans mich lächelt vom Himinelsbogen.

Der holde Frühling kommt, wo alles Schöne niederVom Himmel steigt, da kommt mich ener Bild mir wieder.

Nnn fliegt der Schmetterling, nach welchem sonst ihr lieft;Der Vogel singt, von dem ihr eingesungcn schlieft.

Nun bliihn die Blumen, die an cnr Verblühn mich mahnen.Und Lüfte wehn, die eure Näh' mich lassen ahnen.

Was ihr mir wäret, was ich euch gewesen bin,

Und was ihr jetzt mir seid, beschäftigt meinen Sinn.

Ihr wart an mich geknüpft durch ein natürlich Band,

Das aber hat gelöst des Todes kalte Hand.

Nur daß ihr im Gefühl der Liebe wäret mein,

Verheißt mir, daß ihr auch mein werdet ewig sein.

Um dis Gefühl und euch in ihm nie zu verlieren.

Will ich noch oft mein Lied mit enern Namen zieren.

N.

Wie nicht die Bäume nur, zur Dauer anferzogcn,

Die Blumen auch mich frenn, ans kurze Zeit gepflogen;

So nicht nur Kinder, die, will's Gott, mich überleben.Mich freuen jene auch, die ich dem Grab gegeben.