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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
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Wo ist der Nächte Graim? cs ist vom Licht bezwungen ;

Wir blicken mit Vertraut, in's Licht, vom Licht durchdrungen.

Daß wir durchdrungen sind vom Lichte, dem wir dienen,

Wir zeigend dem Gcsind der Nacht in unfern Mienen.

In Hellen Mienen macht sich kund die Kraft des Herrn,

Und wer nicht in der Nacht kann leuchten, ist kein Stern.

76 .

Dem müden Wandersmann ist doch die Nacht willkommen.Die den bestäubten Stab ihm ans der Hand genommen.

Und wenn das Leben nun ist eilte Wandcrreisc,

Was freuet Lebende der Tod nicht gleicherweise?

Den Wandrer freut die Nacht, nur wenn er ist am Ziel,Auf halbem Wege nicht wenn sie ihn überfiel.

Die Meisten fürchten sich darum vorm Tod vielleicht,

Weil sie des Lebens Ziel noch haben nicht erreicht.

77 .

Du bleibst in deiner Klans' und gehst nicht ans dem Hans,So blicke manchmal doch znm Fenster nur hinaus.

Und wenn zu deiner Würd' auch das sich nicht will schicken.So laß die Welt zu dir manchmal dnrch's Fenster blicken.

Dein Fenster liegt so hoch, nichts Niedres schaut herein,Am Tage nur die Sonn' und Nachts der Sterne Schein.

Was nicht die Sonne sieht, das werden Sterne sehn;

Und theilen sie dir's mit, so wird dir nichts entgehn.