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Beim ersten Morgenstral besteigen sic das Roß,
In vollem Waffenschmnck, nnd reiten aus dem Schloß,
Entgegen reiten sie dein Kommenden mit Prangen,
Alsob sie seines Nahns Eilboten schon empfangen,
Alsob auf heute sei die Ankunft ungesagt.
Und wenn nun, ohne daß er kommt, die Sonne tagt,
So reiten sie zurück, mit Trauer in den Mienen
Und Klag' im Mund: Er ist heut wieder nicht erschienen.
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Mit meinem Meister gieng ich pilgern über Land,
Wir wählten einen Baum zur Rast im Mittagsbrand.
Ein wilder Tiger kam vom Wald daher im Lauf,Besinnungslose Furcht trieb mich den Baum hinauf.
Ich sah von obenher, wie jener drunten saß,
Und seinen Grimm vor ihm das wilde Thier vergaß.
Es wedelte geschmiegt alswic ein Hiindlein zahmUnd wandelte zurück zum Wald, ans dem es kam.
Ich stieg beschämt herab; wir aber zogen weiter,
Ein Obdach suchten wir bei Nacht als müde Schreitcr.
Da war's nach Mitternacht, als eine Mücke stachDen Meister, daß er stöhnt', und ich verwundert sprach :
Ein Tigerrachen ließ dich gestern unverletzt,
Wie nun verwundet dich ein Mückenstachct jetzt?
Er aber sprach: Das Herz hat zwei verschiedne Stände;O glücklich, wenn es stets in einem sich befände!
Am Tage gestern war mein Herz im bessern Stand,
Es stand in Gottes, nun steht es in meiner Hand.