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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
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Da kam der König her auf seinem Siegeszug,

Die Palme stand im Weg dem Wagen, der ihn trug.

Des Beiles Schärfe war schon angelegt dem Fuß;

Der Fuhrmann aber sprach des Dichters Abschicdsgruß :

Ihr Palmen bleibet ungeschiedcn mir, ihr beiden!

Doch wird das Unglück auch schon kommen, euch zu scheiden.

Das war der beiden Heilt der König rief: halt ein!

Ich will das Unglück, das sie scheiden soll, nicht sein.

Dem Dichtcrworte mag zur Ehre sich bequemenMein Sicgeswagcn wol, den Umweg hier zu nehmen.

Ahr aber steht, bis euch Sturm oder Alter bricht!

Das mag das Unglück sein, von dem der Dichter spricht.

42 .

Hoch im Gebirge quillt ans einem FelsenspaltVon wunderbarer Kraft ein Wasser süß nnd kalt.

Es quillt das ganze Jahr an einem Tag allein,

Und jeder wird geheilt, wer dann sich stellet ein.

Vehr oder minder quillt das Wasser nach der Zahl^ler Heilbedürstigen, die da sind jedesmal.

Mets minder Pilger siud's, die das Gebirg erstiegen;

.lind wenn einst keiner kommt, so wird der Qncll versiegen.

Nordöstlich im Gebirg liegt eine feste Stadt,Worin ein eignes Volk sich angcsiedelt hat.

w glauben, daß ein Heil zukünftig sei den FrommenUnd hoffen jeden Tag, der Heiland werde kommen