Print 
Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
Place and Date of Creation
Page
116
Turn right 90°Turn left 90°
  
  
  
  
  
 
 

Die Gegend beißt davon das Rosenparadies,

Und jeder, wer sie sab, sagt, daß sic recht so hieß.

Und jeder, wer sic sab, muß preisend anerkennen,

Wie hell zn Gottes Preis die Rosenfencr brennen;

Gelbblanes Nafta sich in Wangcnrotb verklärt.

Und Schwefelbrodeln selbst nnn Roscnodem nährt.

Die Rose bracht' ich mit von dort, sie ist verblüht,

Doch die vcrglomm'ne schürt noch Andacht im Gemüth,

32 ,

Den hcil'gen Weda wenn dn liesest in der NachtBeim Schein der Lampe, sei der Lampe Schein bewacht,

Daß er nicht düster brenn' nnd daß er irr nicht flirre,Daß dir's nicht dunkel sei nnd daß dein Sinn nicht irre.

Auch sei nach anßcn bin ein Schirm gestellt vor's Licht,Damit kein Lüstezng es stör' im Gleichgewicht,

Auch nächt'ge Fliegen nicht nnd nächt'ge Schmetterlinge,Verlockt von deinem Licht, versengen ihre Schwinge,

Denn weil du denkest den, der Leben hat gegebenDen Wesen allen, soll verlieren kcins das Leben;

Und nie gereichen soll geweihter Flamme SchürnngZu Ungewcihter Tod, zu Schwacher Irreführung,

33 ,

Den hcil'gen Weda willst dn lesen mit Ersprießen?So jeder Störung mußt den Zugang dn verschließen

An einem reinen Ort sollst dn den Sitz anfschlagen,Wo fromme Blumen blühn nnd stille Bäume ragen;