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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
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Leinweber sah ich so die ganze Nacht dnrch weben,

Nach Lust mit schwebenden Rohrlcuchtcn rings umgeben.

Wer aber Kaffee will nnd wer will Speise kochen,

Ans andrer Oeffnnng kommt ein andrer Strom gebrochen.

Ein Fcnerstrom, der, ohn' Hol; oder Kohlenfcner,

So gnt als beides brennt, nnd lange nicht so thcncr.

Das Feuer schürt sich selbst nnd brennt, so lang' dn'S willst.Und still vergcht's, wenn du mit einem Wink cs stillst.

Ans kleinster Oeffnnng bricht's mit größter Kraft hervor,Und wächst, vom Zwang befreit, zur höchsten Höh' empor.

Ans einer Mündung von zwei Zollen sah ich's steigenDrei Fuß zuerst, nnd sich zuletzt zu zwei Fuß neigen.

Und brauchest du's nicht mehr, so brauchet nur zu fächelnEin Fächer, und sogleich verschwindet es mit Lächeln.

Jn's untcrird'sche Hans kehrt es zurück, sein ThorVerschließest du, und still nun wohnt cs wie zuvor.

Nur an der Wärme magst dn dann sein Walten spüren;

Sie wohnen Winterlang daselbst bei offnen Thüren.

Das ist vom Feucrgcist die eine der Gestalten;

In einer zweiten ist noch glänzender sein Walten.

Wie er im Hanse ruht als brennbar Element,

So schweift er durch die Flur als Feuer, das nicht brennt.

Oft im September, wann des Herbstes warmer RegenDie Abcndluft erfrischt, dann ist der Geist zugegen.

Dänin siehst du weit nnd breit, so weit die Blicke gehn,

Die Felder wie ein Meer in Flammenwogen stehn.

Oft rollt der Feucrstrom in ungeheuren Massen

Vom Berg herab in's Thal, das ihn nicht scheint zu fassen.