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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
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Ich muß, das ist die Schrank', in welcher mich die WeltBon einer, die Natur von andrer Seite hält.

Ich kann, das ist das Maß der mir vcrlielmcn Kraft,Der That, der Fertigkeit, der Kunst und Wissenschaft.

Ich will, die höchste Krön' ist dieses, die mich schmückt,Der Freiheit Siegel, das mein Geist sich anfgcdrückt.

Ich darf, das ist zugleich die Inschrift bei dem Siegel,Beim anfgcthancn Thor der Freiheit auch ein Riegel.

Ich mag, das endlich ist, was zwischen allen schwimmt,Ein Unbestimmtes, das der Augenblick bestimmt.

Ich soll, ich muß, ich kann, ich will, ich darf, ich mag,Die sechse nehmen mich in Anspruch jeden Tag.

Nur wenn du stets mich lehrst, weiß ich, was jeden TagIch soll, ich muß, ich kann, ich will, ich darf, ich mag.

3 «.

Unendlich fühlest du dich in dir selbst, doch endlichNach außen hin, und bist dir selber unverständlich.

Versteh'! Unendliches und Endlichs, das dir scheintSo unvereinbar, ist durch Eines doch vereint.

Du bist ein werdendes, nicht ein gcwordnes Ich,

Und alles Werden ist im Widerspruch mit sich.

Unendliches, das wird, muß endlich sich gebcrden.

Und Endlichs will, indem es wird, unendlich werden.

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Warum das große Ich der Menschheit sich gespaltenIn viele kleine, die uns auseinander halten?