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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
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Nicht Mörtel reiben will, weil jener Farben reibt,

Sticht Zahlen schreiben will, weil jener Verse schreibt;

Nnr höher treiben will, was jeder höher treibt,

Nicht unten bleiben will, wenn einer oben bleibt.

Ein schlimmes Treiben ist's, bei dem es nicht kann bleiben;! > Kein Bleiben ist im Land, wo sie cs also treiben.

8Z.

Ein Reich des Friedens ist, der Unschuld einst gewesen,

Und wieder wird vom Weh die Menschheit einst genesen.

^ Fern in der Znknnst steht und in Vergangenheits Das Heil, und tröstet uns im Unheil dieser Zeit.

! Ä Gewiß, es war einmal und wird auch einmal werken,

! .j Nur fragen läßt sich, ob im Himmel, ob ans Erden?

! I Dort gnngt' es selber mir zu meinem eignen Frommen,

- Allein ich wünscht' es hier für die, so nach nnr kommen.

' Daß unerreichbar hoch das Vorbild alles GutenUnd Schönen ob dir steht, das sollte dich entmnthcn?

, -. Ermnthen sollt' es dich, ihm ewig nachznstrebcn;i Es steht zu hoch, um dich stets böher zu erheben.

I

Sechs Wörter nehmen mich in Anspruch jeden Tag:

E Ich soll, ich muß, ich kann, ich will, ich darf, ich mag.

j Ich soll, ist das Gesetz, von Gott ins Herz geschrieben,

^ Das Ziel, nach welchem ich bin von mir selbst getrieben.