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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
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Nie such' ich in der Nacht den Schlummer auf den Pfühlen,Ohu' erst mein liebstes Äind mit Händen anznfühlcu.

Und wenn ich ihm befühlt die Hand und das GesichtIm Dunkeln, ist's genug, zu sehen brauch' ich'ö nicht.

Zwar weiß ich wohl, nicht wird ihm die Berührung nützen.Wenn bcssre Mächte nicht die Nacht-durch es beschützen.

Doch bildet' ich mir ein, hätt' ich es je versäumt,

Ich hätte böser Macht den Spielraum eingeränmt.

Und hätt' es deshalb auch nicht minder wohl geruht,Geschlafen hätt' ich selbst darum doch minder gut.

46 ,

Was sagst du mir? du willst mir sagen wol von dort,Wohin du mir voran gegangen bist, ein Wort?

Du stehst, o Schwestergeist, mit sprechenden GeberdeuVor meinen Augen, wie du wandeltest auf Erden,

Die Mienen mir bekannt, die Töne mir vertraut,

Nur leiser für den Sinn, dem Ohre minder laut;

Doch deutlich mir, daß du, mit deinem Loos zufrieden,Nicht von der Theiluahm' auch an meinem bist geschieden,

Theilnchmen lassest du au deinem Glück mich auch,Hinschwebend, wie du hergcschwebt, ein Fricdenshanch,

47 ,

Zur Freundschaft ist'S genug, des Freundes Freund zu sein;Den Freund des Freundes schließt der Bund darum nicht ein.