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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
Entstehung
Seite
77
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Du siehst, baß leicht wie nichts dem einen von der HandAcht etwas, das gar schwer dir geht in den Verstand.

Dagegen weißt dn flink mit etwas nmzniprlngenWovon dem andern fast will kein Begriff gelingen

Entweder wenn dn nun das Deine schätzest hoch,Io schätze nicht gering auch das des andern doch.

lind wenn du dieses willst anschlagen so gering.So halte deines auch für kein so großes Ding.

Nicht wachsen stehest dn, wie aufmerksam dn bistDas Gras, doch merkst dn. bald, daß es gewachsen ist.

So tröste dich, wo gleich nicht das Gcdcihn erschienVon jedem Werk, zuletzt ans einmal ist's gedieh»

Beglückt, wer alles nicht muß durch sich selber werden,Sich nur anbilden darf vorbildliche Gebcrden

Wer einen Vater hat, wer einen Lehrer findetEin Muster, daran ihn Lieb' und Nachahmung bindet

Er rankt daran empor mit unbewußtem Fleiß,Und ist geworden gut und edel, eh' er's weiß

Und fühlt er dann, wozu Berns und Pflicht ihn treiben,Darf er bewußt, was unbewußt er ward, nur bleiben.