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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
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Der sich bequemen will ehr allem Unbequemen,

Um Rache, wie er meint, nur an der Zucht zu nehmen.

Der rechte Mann erkennt und ehrt des Lebens Schranken,

Und der Erkenntnis wird er seine Freiheit danken.

Sein Jnnres ist sein Thun, das strebt er zu vermehren;

Bon außen leidet er, das strebt er abzuwehrcn.

Und selbst sein Leiden weiß in Thun er zu verwandeln.

Wenn menschlich handelnd er lehrt Menschen menschlich handeln,

Denn uneins unter sich macht Mensche» Leidenschaft,

Und nur in der Vernunft ist ihrer Einheit Kraft,

Des Menschen Anfgab' ist Erziehung und EntwildnngDes menschlichen Geschlechts und eigne Mcnschhcitsbildnng,

23 ,

Wenn dich Gethancs freut, so magst du fröhlich rnhn,Und freut dich's nicht, so mußt du etwas Neues thnn.

Nie möge gar zu sehr dich ein Gethanes freuen,

Weil rechte Freude doch nur ist im Thnn vom Neuen,

24 ,

Daß etwas gründlich du verstehst, ist nicht genug;

Geläufig muß dir's sein, dann übest dn's mit Fug,

Und ist es dir nur recht geläufig, brauchst dn's gar

LUcht zu verstehn; das nimmst du leicht beim Rechnen wahr.

Der edlen Rechenkunst Vollkommenheit gedeihtAm allerbesten bei Gedankenlosigkeit,