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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
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Doch ein Gedankenkeim, wohl im Gemiith behalten.

Wird sich zu eigener Gedankenblüt' entfalten. ,

Ich war im fremden Land in Sklaverei gekommen,

Da hat ein frommer Herr sich meiner angenommen.

Ich dient' ihm tren ein Jahr, da gab er schon mich frei.Und mir als Lohn dazn der Silbcrstiicke zwei.

Sogleich gelobt' ich eins zur Hcimreis' anzuwenden,

Das andre dankbar als Almosen ansznspcndcn.

Da kam ich über'» Markt nnd nahm im Käfich wahr,

Vom Fänger znm Verkauf gestellt, ein Vogelpaar.

Was ist für einen der Gefangenschaft EntgangnenVerdienstlicher als frei zn kaufen die Gefangnen?

Für beide forderte der Mann zwei SilbcrstllckcDoch eins behielt' ich selbst zur Reise gern znrückc.

Ich bot ihm ans die zwei ein Stück, nicht wollt' cr's thnn.So kauf' ich also los von beiden einen nun?

Allein sie sind vielleicht ein Paar, sollt' ich sie scheiden?

Da blieben besser in Gefangenschaft die beiden.

Doch wollt' er für die zwei durchaus zwei Silbcrstiicke;Die beiden gab ich hin, nnd mir blieb keins znrücke.

Der diese speist nnd tränkt, wird tränken dich nnd speisen,Er wird wie ihnen dir den Weg zur Heimat weisen.

Doch ließ' ich hier euch los in der euch fremden Stadt,

Wo gastlich euch empfängt kein Baum mit grünem Blatt?

Von neuem würden hier euch fangen bald die Bösen,

Und einer fehlte dann vielleicht, um euch zn lösen.