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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
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Doch wie sic nach dem Saum des Lichtes ewig greifen,

Zn Sonnen werden anch die letzten endlich reifen.

Und was ans ihnen ist, reift durch der Sonnen Kraft,

Die Welt wird durch und durch mehr und mehr sonnenhaft,

O Geist, mit diesem Than mußt du dich anch befeuchten,Wenn du in diesem Ban mit willst als Sonne leuchten.

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Die Körperwelt bedarf des Lichtes, um GestaltenIn immer reicherer Entwicklung zu entfalten.

Die Geister, die im Stoff gefangen, werden frei,

Nur wo der freieste trägt zur Befreiung bei.

Das Licht hinwieder auch bedarf der Körpcrwelt,

Weil Mannigfattigkcit es nur durch sic erhält.

Denn es ist einfach eins und strebt zu scheinen vieles.

Das ist der Zweck des mit der Welt getriebnen Spieles,

Zn sieben Farben wird'ö an jedcin Wolkensanm,

Und tausendfache Blut' und Frucht an jedem Baum.

Es freut sich seines Spiels, und ihm zum Spiel zu dienenFreut sich die Welt, und wir frenn billig uns mit ihnen.

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Ich seh' ans dieser Stuf', auf der ich bin gestellt,

Nichts, wenn mein Blick sich hebt, viel, wenn er abwerts fällt.

Tief seh' ich unter mir, und tiefer stets hinunter,

Ein reges Lebenshcer, ein Wimmeln ewig munter.

Doch wenn ich blick' empor, so sch' ich nichts als Licht;

Reicht, die hinunter reicht, die Leiter anfwcrts nicht?

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