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Der eine thut nur das, was ihm der Herr befohlen,
Der andre geht, Befehl sich selber einznholen.
Ein dritter fragt nicht erst, was ihm der Herr befiehlt,
Er sieht sein Angesicht und weiß, worauf er zielt.
Der dient aus Eigennutz, der dient ans Furcht und Scheue,Der dient ans Pflichtgefühl, und der ans Herzeustrcne,
Der eine dient dem Herrn auf festgesetzten Lohn;
Der Herr setzt ihm nichts zu und bricht nichts ab davon.
Der andre dient und hat bedungen keinen Lohn,
Lang' gab der Herr ihm nichts, dann macht' er ihn zum Sohn.
II,
Ich sah den Schöpfnngsbrnnn, der Schöpfer saß daranUnd schöpfte, daß die Flut vom goldnen Eimer rann.
Er schöpft' und goß den Thau rings in die Wüste ans.
Die ward zur Lebcnsau mit Frnhlingsblumenstraus,
Die Bach' und Bachelchen, die Quell' und Onellchen rannen,Zn Gras und Kraut hinan, und schneller noch von dannen.
Wo eine Welle kam, blüht' eine Frllhlingsbraut;
Wo eine Abschied nahm, da war verwelkt ein Kraut,
Und wo in Asche war ein Pflanzcnlcib zerfallen,
Schnell ward er neu gebaut von rinnenden Kristallen,
Der Schöpfer schöpfte fort, der Brunnen ward nicht leer,Wiewol ihm fort und fort entschöpft ward Meer um Meer,
Denn was von oben goß der goldne Eimer nieder,
Das alles unten floß zurück zum Brunnen wieder.