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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
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Glückselig, wer so rein sich auf der Welt bewahrtUnd Abschied also nimmt, daß Niemand es gewahrt!

6.

Wie Wasser von der Erd' ein Sonncnstral anfzieht.

So höhres Licht den Geist, wenn er dem Leib entflieht.

Doch wie zur Erde nen die schwerem Dünste fallen,

Wer weiß^ ob Geister so ins Leben wieder wallen?

Und wie znm Acther nnr die feinsten Düfte steigen,

So ein ätherischer Geist znm höchsten Gcisterreigcn!

7 ,

Der Sonne kannst dn nicht ins Fcncrange schann,

Znm sanften Monde nnr hast dn ein solch Verträum

'Die Blumen aber thnn vorm Mond ihr Ange zu,

Und ans vorm Sonncnblick; den Blumen gleichst nicht dn.

Wenn deine Unschuld erst ist Blumen gleich vollendet,Wirst du die Sonne, wie den Mond, sehn nngeblcndet.

Ob Tugend Reinigung, ob Reinheit selber sei?

Ob Streben Höchstem zu, ob Höchstes strebcnfrci?

Rach Höchstem streben ist das Höchste freilich nicht,Ein Höchstes ist es doch, wo Höheres gebricht.

Und so ist Reinheit auch nicht deine Reinigung;Und Menschentngend tlmt sich selber nie gennng.