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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
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Den Göttern ein Verdruß, den Menschen kein GenußIst solch ein uferlos crgoßner Wörterflnß,

Anmnthig werden selbst alltägliche SentenzenJin Silbenwasserfall melodischer Kadenzen,

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Bon sichrer Meisterschaft ist Scher; ein sichres Zeichen;

Wie sich die Katze läßt znm Scherz die Maus entweichen

Der Scherz ist ein Versuch, Ungleichheit glcichznstellen;

Drum scherzen ungestraft nur unter sich Gesellen,

Mit Klcincrm scherze nicht! er wird sich überheben;

Und nicht mit Größerem! er wird dir's nicht vergeben.

Der Scherz ist sicher, der den Ernst hat an der Hand,

In Schutz zu nehmen ihn vor blödem Misverstand,

Der Scherz ist sicher, nie die Achtung zu verscherzen.

Der ein Bewußtsein trägt von höhrer Wiird' im Herzen

Sich wegznwcrfcn mag ein Weilchen sich nicht schämen,

Wer sicher ist, sich selbst gleich wieder anznnehmcn.

Wer mit den Schmerzen scherzt, der hat sich überwundenEntweder, oder wird von ihnen nie gesunden,

Drum reimet Scherz ans Schmerz, und beides reimt ans HerWeil Dichtcrherzen stets verwandeln Schmerz in Scherz,

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Kann jeder doch die Welt nur seinem Sinn anpassen;Und was ich fassen soll, muß ich in Verse fassen,

Drum, ob an manchem Vers von mir du habest nichts,So denk': Den hat für sich der Meister des Gedichts.

Nitckert, Lehrgedicht. 3