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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
Entstehung
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88 .

Ich habe, seit, o Freund, die Götter uns verbanden,Nie deine Weise so, wie meine du, verstanden.

Dn bist nach deiner Art geübt, an sich zu denken,

Und ich, Gedanken nur in Bilder zu versenken.

Dn hast mir nach und nach geholfen aus dem Traum,Im inner» auch zu schann alswic im äußern Raum.

Und Manches, was ich sonst gethan, weil ich gemußt,Thu' ich mit höherem Genüsse nun bewußt.

34 .

Ich bin der Leib nicht, der euch vor den Augen steht,Ich bin des Liedes Ton, der euch zu Herzen geht.

Und wenn das Lied ergreift und heiligt euern Sinn,So danket Gott dafür, daß ich's geworden bin.

83 .

Die Kränze, die du sichst, sind lauter TranerzeichenErblichner Freuden, die den Freuden nach erbleichen.

Für jede Lust, die starb, zum Denkmal einen KranzHab' ich geflochten, und nmkränzt bin ich nun ganz.

Hier hängt der Freundschaft Laub, und hier der Liebe Flitter,Und hier das Vaterglück, gemäht vom dunklen Schnitter.

Hier welkt die Jugend, hier der Rubin, und hier danebenIst eine Stelle noch für diesen Rest von Leben.

Wer nach mir übrig bleibt, wann ich geschieden bin,

Häng' einen letzten Kran; aus dunkeln Blumen hin.