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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
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Das Glück »ms; etwas sein wie Luft und Licht und Leben,Das Allen allgemein, ist Allen gleich gegeben.

Nicht Reichtlmm kann es sein und Macht und solche Gaben,Wovon den Einen schtt, soviel die Andern baben.

'Nicht Weisheit kann cs sein und Kunst, zu deren StufenDie Wenigen konnnen, die besonders sind berufen.

Nur gut sein ohne Groll ist höchstes Gut des Manns,

Weil gut sein jeder soll, und wer es will, der kann's.

iN.

Dem Manne steht es an, zu tbnn soviel er kann:

Was ;uthnn mag das Glück, das liegt nicht an dem Mann.

Wenn er das Glück besiegt, wird seinem Mntb gehuldigt:Und wenn er unterliegt, so ist er wohl entschuldigt.

i l

Ein Glück, das plötzlich kam, wird plötzlich wieder gelm;Das langsamer gereift, wird länger cs bestehn?

Nein! ohne Dauer ist hier jede Blüt' im Garten,

Und nnvcrwelklich blüht nur das, was wir erwarten.

Laß jedes Glück verblnbn, wenn dir nur eines bleibt,

Die Hoffnung, die am Zweig stets neue Knospen treibt.

i2.

Warum oft glücklich statt des Guten sei der Böse?Die Frage fragest du, und willst, daß ich sie löse.

Ten Knoten lös' ich nicht, ich bau' ihn so entzwei:Daß nie der Böse statt des Gilten glücklich sei.