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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
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27 .

Wie ich dich kehren mag, du kehrst dich selber zuDem Licht, o Blütenzwcig, mich selbst beschämest du.

Und jeder Sproß, verkehrt im Boden eingcscukt,

Hat bald das Unterste narb oben »mgelenkt.

Bon inncrm Drang gedrängt, von änßcrin Zug gezogen.Bleibt ihr dem Licht getreu und bis znm Tod gewogen.

So haltet ihr das Licht, ihr dunkeln Trieb', in Ehren,Und nur der lichte Geist kann ab zur Nacht sich kehren.

Doch kann auch er, indeß ihr bleibt an Wurzeln hangen.Dem Lichte zngewandt, znm Lichte selbst gelangen.

2 ».

Ein Wunder ist die Welt, das nie wird anSgcwnndcrt,Das niederschlägt den Geist und wieder ihn ermuntert.

Daniederschlägt den Geist vorm cw'gcn Stoff ein Bangen,Und stets ermuntert'S ihn, den Kampf neu anznfangen.

Ob du benennen willst das Viele, Einzlc, Kleine?

Ob du erkennen willst das Große, Ganze, Eine ?

Unendlichkeit ist dort und hier Unendlichkeit,

Und mit den beiden avagst du Endlicher den Streit!

Eh du am Boden ganz ein Gras hast dnrchbctrachtct,Gieng eine Welt voll Glan; vorbei dir unbeachtet.

Und eh du Zweig und Blatt gezählt am Stcrnenbanm,Blüht nngenosscn ab ein Erbcnfriihlingstranm.

Getrost! zwar du nicht bist, doch Gott in liberal;

Du sichst das ganze Licht in jedem Farbenstral.