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Albertus Magnus : sein Leben und seine Wissenschaft
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Die Wissenschaft des sel. Albertus.

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Daran schließt sich dann erst sein System der übernatürlichen Wissen-schaft der Theologie als Krone nnd Ergänzung des natürlichen Wissens.Seine Eigenthümlichkeitcn und außerordentlichen Leistungen auch ansdiesem Gebiete in Kürze hervorzuheben, wird noch nöthig scyn ').

I?. Theologie. Wie Albert über das Verhältniß der Glau-benswissenschaft zur natürlichen Wissenschaft gedacht, ist uns schon ausmehreren bereits mitgctheilten Anssprüchen desselben klar geworden.Er denkt sich zunächst die natürliche Philosophie und die Theologie alszwei getrennte Gebiete, die Pflege der pcripatetischen Philosophie unddas Studium der Theologie als zwei ganz verschiedene Geschäfte. Aberebenso gewiß ist, daß er die Unzulänglichkeit der Philosophie für Er-fassung der vollen Wahrheit erkannt hat; manche Wahrheiten sind nurder Glaubenswissenschaft eigen; diese bildet das nothwcndige Komple-ment des natürlichen Wissens

Die Glaubenswiffenschaft gibt auch viel höhere Sicherheit als dasVerstandcswissen, da jene ans göttlicher Eingebung, diese aber aufmenschlicher Meinung sich erbaut ch.

Daher erlaubt sich Albert auch die Korrektion der peripatetischenPhilosophie an jenen Stellen, wo sie gegen die christliche Lehre offen-bar verstößt. Uebrigens ist er doch weit entfernt, einen möglichen Wi-derspruch zwischen Offenbarung und Vernunft zuzugeben; denn beideberuhen ans Erfahrung. Der Glaube ist eine Wirkung Gottes in uns,eine Erfahrung der Gnade, welche wir dann zu unsrer Kenntniß er-heben; ebenso geht alles natürliche Wissen von der Erfahrung aus;wir schließen auch hier von den Wirkungen auf die Ursache. Unddiese Ursache der äußern nnd der übernatürlichen Erfahrung ist der-selbe Gott 4).

1) Ein Auszug der Theologie des Albertus bei Cramcr tu der Fortsetzungvon Bossuets Weltgeschichte (Leipzig, 1759l786). Bd. VII.

2) Lumina tlieol. p. 6. idio8ter intelleetu8 perüeilur Iuminidu8 et elevatur:st ex lumine puiäcm eonnuturali non elevutur 8eientiam Trinitatis et inear-nationis et re8urrcetioni8. §x Irnnine autem lluente a superiori natura, 8U-permunclaua elevatur, <zuae potentia sola äivina et voluntats 8nnt. Lt Iris lu-inins cieaupcr lluente assentit, et eertiu8 sa 8vit, puam ec» czuae ex lumine sibieonnaturali aeoipit.

3) lLIreologla stat intra limitss Näei, nee luxuriatur per plrantasias, sieutseenicas msretrieulae aliarum seientiarum. Im Commentar zu Aattlr. p. 5.Und in der Lumina p. 6. Huoä 8eitur ex primo veriu8 aeitur, <zuam, quocl8eitur ex aliczuo secunäorum; seä guoil seitur per inspirstionsm, seitur ex primo,er§o veriu8 8eitur <zuam alchua alia causa.

4) Duo 8unt moäi revelationis. Vnu8 quiäem moäu8 e8t per lumen