Die Wissenschaft des sel. Albertus.
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Von einzelnen Notizen theile ich mit:
„Die Scythen sind ein slavisches Volk; das Ccltcnland (Eoltn)ist eine Insel im Meere
„Bei den Scythen wurde am Bachusfeste ein Becher herumgege-bcn, den die Engländer Vuislnüls, wir aber Garsel nennen; nur der-jenige durste daraus trinken, der ciuen Feiud erschlagen hattet."
„Vom Verhalten zn den Nachbarstaaten redet nicht Aristoteles,sondern ein Codex, nämlich die alten und neuen Digestcn, die dreiTheile umfassen. Dieser beruht aber mehr auf kaiserlichen Befehlen, alsauf Vernunftschlüssen
„Im Timäus sagt Sokrates zum Solon, iu Aegypten sei vor9000 Jahren ein vortrefflicher Staat gewesen. Das kann aber nichtsein, da die Welt noch nicht so lange existirt."
„Die Scylla (d. h. Hund, denn diese Felsen haben die Form vonHundsköpfen) und Charybdis sind noch jetzt zwei Gefahren der Schif-fer, sie liegen einen halben Tag auseinander ^)."
„Gott hat die Stieropfer der Juden nicht gewollt; aber ob derHartnäckigkeit des Volkes hat er es zugegeben; er wollte doch lieber,daß ihm, als daß den Götzen geopfert würde
Die Ansicht des Aristoteles und seiner Nachfolger von der Ewig-keit der Welt widerlegt Albert gründlich
In Bezug auf die Lage der Tempel iu einer Stadt führt Alber-tus eine merkwürdige Stelle ans Vitruv an, die also lautet: „DieVenustempel sollen nicht in der Stadt gebaut werden, sondern außer-halb an blühenden Orten, damit nicht ehrsame Frauen, welche die Las-civitäteu dieses Cultes sehen, dadurch zur Zuchtlosigkeit gereizt werden.Dem Mars erbaue man Tempel außerhalb an steinigen und rauhenOrten; dem Saturn in waldigen Orten und Hainen, dem Jupiter aufden Hügeln und höchsten Bergen. Die äußere Schönheit soll dem in-ner» Cult entsprechen?)."
1) l?oIitic. i>. 400.
2) Idiä.
3) Ibiä. p. 415-
4) Iliiä. p. 427.
5) lbiä.
6) Ibiä. Die Wahrheit ist, sagt er; l?iimu8 molus per nwium non in-eoepit.
7) kolitie. x. 437. Eine Stelle, dtcllnis über antike Tempelbauten vielleichtneues Licht zu geben vermag.