Die Wissenschaft des sel. Albertus.
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megistus, womit das Gesetz der Muhammedaner zusammentrifft, manchenach dem Occident, wie das Gesetz des Moses nnd der Juden Z.
Der Himmel ist dem Albert das Alles Umfangende, das fünfteElement, einfach ohne Gegensätze, in Kreisbewegung, ohne Schwereund Leichtigkeit, ohne Generation und Korruption, pcrpetuirlich, ohneVeränderung, aber doch endlich und einer, wo auch Gott ist als Be-weger und Untheilbarer, ohne aber vom Himmel eingcschlossen zu seyn^).Es ist nur eine Welt.
In Bezug auf den Ursprung und das fragliche Ende der Weltbekennt sich Albert zur Lehre des Moses, der prophetisch, nicht physischgelehrt hat, die Welt habe nicht durch Generation, sondern durch Crea-tion angefangen, und werde durch den Willen Gottes aufhören, nichtso, daß sie nimmer ist, sondern so, daß sie in einem andern Zustandeist, wo die Guten und Bösen den entsprechenden Lohn ihres Lebens-werks erhalten werden ^).
Bemcrkenswcrth ist der Ausspruch des Albertus: „Wir haben inder Natur nicht zu erforschen, wie Gott der Schöpfer nach seinemfreien Willen die Geschöpfe gebraucht zu Wundern, wodurch er seineAllmacht zeigt, sondern vielmehr, was in den Naturdingen nach dennatürlichen Ursachen aus natürliche Weise geschehen könne ^).
Nun folgt die merkwürdige Stelle über die Bewohnbarkeit derErde und die Verschiedenheit der Wärme. Er sagt: „Nur der vierteTheil der Erdoberfläche wird bewohnt; gegen Norden von der mitter-nächtlichen Linie au, die unsrer Lage entspricht, wird sie nicht be-wohnt °).
1) Illb. äs eoelo et inunäo x. 4.
2) Ibiä. 18. Als Curiofität führt hier Albert an, daß die alten Aegyptergelehrt, der Himmel sei ein großes Thier, das sich von der Ausdünstung des Mee-res nähre. Zugleich äußert er die Ansicht: Alle Sterne haben ihr Licht von derSonne, aber iu's Innere nehmen sie es ans, nicht äußerlich; Saturnus durchlaufeseine Bahn in 30 Jahren, Jupiter in 12 Jahren, Mars in 2 Jahren.
3) Ibiä. p. 68.
4) Ibiä. x. 75. Gewiß ein Grundsatz, der den Prinzipien der modernen Natur-forschung ganz conform ist.
5) Ibiä. p. 88. Das ist die von Alex. v. Humboldt bewunderte Anschauungdes Albertus, wodurch er die Vorzeit an Kenntniß übertrifft. Ausführlicher nochbehandelt er dasselbe Thema in einer eignen Schrift äs natura loeoruin im Bd- V.I>. 268 u. ff. Er sagt dort (p. 272), er wolle hier seine eigne Meinung sagen,später aber im Buch der Meteore die Meinung andrer. Also ist das Buch äe nat.loe. früher entstanden, als unser Traktat. Er spricht dort von unfern Gegenfüßlern,