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Albertus Magnus : sein Leben und seine Wissenschaft
Entstehung
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Die Wissenschaft des scl. Albertus.

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sie nur gewisse Theile des Seyns betrachten, nämlich sofern es derGröße, oder der Größe und Bewegung unterworfen ist. Die Prinzi-pien zu untersuchen, kommt aber dem Metaphysiker zu, und von ihmund dem Logiker (vermöge der Beweisführung) sind also der Mathe-matiker und Physiker abhängig.

Ans dem Gesagten erhellt auch, daß die Physik nach ihrem Ge-genstände die letzte unter den Wissenschaften der realen Philosophie sei.Aber nach der Ordnung des Unterrichtes ist sie die erste. Der Unterrichtbeginnt ja nicht immer mit dem, was an sich das Erste, sondern wasleichter zu erlernen ist. Weil nun unsre Erkcnntniß durch die Sinnebedingt ist, so ist der Unterricht leichter, wenn wir von dem beginnen,was durch die Sinne, die Einbildungskraft und den Verstand aufge-faßt werden kann, als mit dem, was wir durch Einbildungskraft undVerstand, oder durch den Verstand allein erfassen. Darum werdenwir mit Gottes Hilfe zuerst die Physik abhandcln, dann von der Ma-thematik reden, und mit der göttlichen Wissenschaft unser Unternehmenbeschließen."

Nachdem Albertus sofort die Möglichkeit einer Wissenschaft vonder Natur gegen Heraklit's Jünger vcrthcidigt'), und als Objekt dieserWissenschaft den beweglichen Körper, insofern er beweglich ist^), erklärthat, geht er zur Einthcilnng der Naturwissenschaft über. Er unterschei-det vorerst drei Theile der Naturwissenschaft. Nämlich das Wissenvom Verändert ichcn an sich, vom B eweglichen, das eine Ver-bindung eingeht, und vom Verbundenen und Gemischtenwird auseinander gehalten.Vom bloß Veränderlichen (inodilis) redendie Bücher von den physischen Prinzipien (oder auch els nnäitnxlr^sioo, weil man sie mehr durch Hören, als durch Schließen kennt),vom Himmel und der Welt, vom Entstehen und Vergehen;und zwar behandelt das erste das Veränderliche im Allgemeinen,das zweite bas Veränderliche in Bezug auf den Ort, die Lage (sitns),das dritte das Veränderliche in Bezug auf die Form. Aber das Ver-änderliche in Bezug auf die Lage kann auch wieder eine doppelte Be-trachtung Hervorrufen, nämlich cs kann der Eindruck untersucht wer-den, den ein Himmelskörper in den Elementen znrückläßt, die zur Formstreben und auch in den gemischten Körpern; man muß also wis-sen sein Verhalten zum Orte der Entstehung dieser Eindrücke; das

1) 6ai>. II.

2) 6np. III. Hoe in omni seisntin nnturali »b8Hue äubio e8i coi'Ms mo-bile prout motui subpeNni'.