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Albertus Magnus : sein Leben und seine Wissenschaft
Entstehung
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178
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178 Kapitel XXV. Der sel. Albertus kehrt nach Köln zurück.

Heiligen eintreten, Lästerungen des Namens Christi und endlich folgtdie Strafe der Bösen und die Freude der Guten. Diese letzterenZeiten werden hier geschildert, damit die Bösen, welche die Weisender Welt sind, erschrecken, die Guten aber, welche die Demüthigen undKleinen sind, Trost finden, wenn stc die Strafe jener und den Lohnder Guten erfahren."

In Bezug ans die sieben Kirchen Kleinasiens sagt er, sie stnnbil-den die Gesammtkirche wegen ihrer sieben Gaben des heiligen Geistes,wegen der sieben Tugenden (drei thevl. und vier Card.), die sie besitzt,wegen der sieben Werke der Barmherzigkeit, die sie ausübt. Oder siebedeuten die sieben Stadien der Entwicklung der Kirche zur Zeit derApostel, was die Namen Z jener Städte andeutcn. Oder endlich diesieben Perioden der Geschichte der Kirche: Die Kirche von Ephesusbedeutet das Zeitalter der Apostel, die von Smyrna (weil esgleich onnticnrin ist) die Zeit der Märtyrer, die von Pcrgamus (clivisioonrininuin) die Zeit der Häretiker, die von Thyatira (illniniiintrr) dieZeit der Bekenner und Lehrer, die von Sardcs (pmlollritrnlo) die Pe-riode der einfachen Heiligen, als die Kirche irdische Schätze erhielt zuihrem Schmuck, die von Philadelphia (snlvnns llnsrontom Domino)die Zeit der Neueren, die sich selbst sinnlich lieben, die von Laodicea(Irrnäntn tribns ckornino) die Zeit des Antichrists, wo die Standhaftendas Gott liebe Volk bilden werden.

In Bezug auf den Antichrist erklärt Albertus drei Bilder derSchrift: Der Antichrist, sagt er, wird verglichen mit einem Panther,mit einem Bären und einem Löwen; mit dem buntgcfleckten Pantherwegen seiner vielgestaltigen List, mit dem Bären wegen seiner Ueppig-keit, da dieser das Süße, den Honig, über Alles liebt, mit dem Löwenwegen seines Stolzes^).

Diese wenigen Sätze genügen als Blätter der Erinnerung an jenekleinen exegetischen Schriften des Albertus. Aber wir haben noch überzwei andere Gruppen herrlicher Schriften nnsers Meisters zu sprechen,die unzweifelhaft in diese Jahre seines Greisenalters fallen.

1) So ist Ephesus gleich: voluntas rasa, das ist die Urkirche, wo Allen derWille Christi Gebot war u. s. f.

2) Bd. XI, p. 67- Ich bemerke noch, daß Albertus den Chiliasmus, die An-nahme eines tausendjährigen Reiches Christi auf Erde als Jrrthum des Cerinthus(von ihm Loiintiüns manchmal geheißen) bezeichnet.