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Kapitel XXV.
volle Heiligthümer, mit Edelsteinen reichgeschmückte Geräthschaften vonGold und Silber und manches seltene Naturgebilde, was er Alles vonFreunden und Verehrern in allen Landen zum Geschenke erhalten, indas Kloster nach Köln mitgebracht. Es war dieß ein nicht unbedeu-tender Schatz.
Fragen wir nun nach der Art und Weise, wie der selige Meisterdie Jahre seines Greisenalters hier verlebte, so berichten uns die Köl-ner Ordensgenossen wieder das Alte. Sie sagen: Kaum angelangt,fing Albertus schon wieder an, Bücher zu schreiben und die Lernbegie-rigen zu unterrichten ^). Ein achter Lehrer und Freund der Wissen-schaft! Unterricht und Schriftstellerei sind noch immer Bedürfniß seinerSeele.
Obgleich das Greisenalter bereits die Haare seines Hauptes ge-bleicht 2) und obwohl er der Ueberzengung seyn konnte, mit seinem Ta-lente wahrhaft gewuchert zu haben zu Ehren des Allerhöchsten, gönnter sich doch keine Ruhe und läßt nicht von der Wissenschaft, die seineSeele frühe eingenommen und wozu er die höhere Berufung in sicherkannte. Er lehrte also wieder-ss die nach Wissenschaft Durstendenin den Räumen des Klosters, wo er mit allen Ehren und mit emsig-ster Sorgfalt behandelt wurdet, in der Weise, die wir früher ge-schildert.
Aber nicht bloß das glückliche Köln sollte so abermals aus demQuelle seiner Wissenschaft schöpfen, auch in weiter Entfernung Lebendewandten sich jetzt wieder an ihn, um Aufschluß über dunkle Gebietedes Wissens zu erhalten, um seine Entscheidung in Streitfragen zuerholen. So selbst Paris, das sich doch als das Auge der Welt, alsdie erste Stadt der Wissenschaft betrachtete und auf seine zwölf weisenMeister stolzer war, als einstens Hellas auf seine sieben Weisen.Dort waren in jenen Jahren die pantheistischen Jrrthümer des Aver-roes ^) von solchen, die bei den Arabern in die Schule gegangen,
1) Rudolph. Jammy sagt: Tägliche Lektionen, Disputationen und Betrachtun-gen waren seine Beschäftigung.
2) Das sehen wir aus dem Porträt des Seligen, das Fiesole mit Meisterhandausgefnhrt und wir als Titelbild angebracht haben.
3) Der Zeitgenosse Tholomäus de Luca sagt, Albert habe noch 18 Jahre zuKöln den Lektor gemacht nach seiner Resignation- Vgl. 8eript. ord. kraedic.I, 168.
4) Nach den Worten des Testamentes.
5) Prnssta sagt: leiem error-4verrois iterum puilulavit karisüs post mortem^.lexandri, ita nt maxni doetores ibidem contra ^.verroistas krogneniins dispu-