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Albertus Magnus : sein Leben und seine Wissenschaft
Entstehung
Seite
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Der sel. Albertus eröffnet das Frauenkloster Paradies. 91

(Büren) in das neugegrünbete Kloster übcrzugehen. Ihr Vater Arnoldselbst verließ die Welt, zog das Ordcnsgcwand des heiligen Dominikusan, um sich ganz dem Dienste Christi zu weihen, und die zeitliche Sorgefür die neue Stiftung zu tragen '), während seine Gemahlin Kunigundeals erste Oberin des neuen Klosters aufgestellt wurde. So hatte sichdie ganze Familie in heiliger Liebesbegcisternng das höhere Leben derVollkommenheit erkoren!

Von nun an wurde nach Arnolds Willen dieser Ort Paradiesgenannt, theils wegen der Schönheit feiner Lage, theils aus einemgeistigen Grunde. Wie nämlich die Stammeltern ob ihres Ungehorsamsdie Freuden des Paradieses verloren hatten, so sollten hier die BräuteChristi streben, ans dem Wege des Gehorsams zu den Freuden desParadieses wieder zurückzugclangcn!" So lautet Rudolphs Bericht.

Albert verweilte in diesem neuerrichtcten Kloster einige Zeit mitLust. Während dieser Tage gab er den Schwestern noch heilsame Lehren.Er ermahnte sie dringend, ja nicht durch die Aufnahme zu vieler odernicht sorgfältig ausgewählter Personen, durch die Errichtung von Bau-ten, welche ihre Kräfte überstiegen, sich und das Kloster zu Grundezu richten, sondern sich zu gedulden, bis sie durch Erwerb, durch Wvhl-thaten und Almosen der Gläubigen so weit gekommen, daß sie ohneVerletzung und Hemmung der Ordensdisciplin, anderweitige Gebäudeerrichten könnten Z.

Später, nachdem Albert mit der bischöflichen Würde geschmücktworden, kam er wieder an diesen Ort, um die unterdessen neugcbanteKirche zu weihen^).

Und so hat uns dieses Bild unfern großen Meister gezeigt, wieer als praktisch erfahrener, seclencifriger Ordensmann eine sichere Archezimmert, in deren Räumen jene reinen Tauben des Herrn Zufluchtfinden vor den verderbenden Wogen der Sündfluth dieser Welt.

t) Als Procurator des Klosters. Seine Verdienste um selbes schildert SeiberßS. 287. Er trug den Brüdern Leim Betteln sogar den Sack- Ebend.

2) Seibertz nach Heinrich von Osthoven- Leider konnte Hr. Seibertz nicht denOriginaltext, sondern nur einen Auszug geben.

3) Rudolph.