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Der selige Albertus als Lehrer zu Paris.
den Namen trage, und die Predigerbrüder damals bereits große Ge-bäude und Gärten besessen hätten, die für alle Lehrer ausrcichten.Wie sich nun das verhalten möge, so viel ist gewiß: Alberts Namewar bereits ruhmvoll bekannt, sein Ausspruch galt als Orakel. Wenneine Entscheidung in gelehrten Fragen erholt werden sollte, wandteman sich an ihn, wenn eine Erklärung eines neuen Phänomens nöthigwar, wurde Alberts Ansicht als entscheidend betrachtet. Er erzähltselbst einen solchen Fall, der von der Verehrung zeugt, in der seinePersönlichkeit in den vornehmsten Kreisen von Paris stand. Er sagt:„Da ich in Paris unter den Lehrern und im Orden (äe ZrsAs) war,kam dahin zum Studium der Sohn des Königs von Kastilien. Alsdessen Köche einmal Fische kauften, erwarben sie auch einen Fisch, derlateinisch keooet, gewöhnlich Pleis heißt und sehr groß war; da erausgeweidet wurde, fand man in seinem Bauche die Schmale einer-ganz großen Auster, die mir jener Fürst aus Liebe zustellen ließ. DieMuschel hatte in der glatten Höhlung die Gestalt dreier Schlangenmit erhobenem Kopfe, die so gut ausgeprägt waren, daß trotz derKleinheit doch selbst die Augen nicht fehlten. Außen sah man an zehnSchlangen, die mit dem Hals zusammengebunden, an den Köpfen undLeibern aber getrennt waren. Auf jedem Bilde war sogar die Oeff-nung am Munde und Schweife der Schlange zu sehen. Ich hatte dieseMuschel lange, zeigte sie Vielen und habe sie dann als Geschenk Je-mand nach Deutschland (Dliontoiünili) geschickt I."
Alan sieht aus dieser Erzählung, der Name Alberts muß in Parisdamals einen gar guteil Klang gehabt haben; er muß als der gründ-lichste Erklärer der Natur gegolten haben, da man seinem Urtheil sosonderbare Phänomene der Natur vorlegt, bei solchen Funden sogleichan Albertus denkt und ihn damit beschenkt. Selbst Fürsten geben ihmsolche Beweise ihrer Verehrung. Zugleich läßt sich aus jener Notizeine Zeitbestimmung gewinnen. Nämlich jener Fürst war ohne Zweifelein Sohn Ferdinands III., Königs von Kastilien, welcher seine beidenSöhne, Philipp und Sancho, Kanoniker von Toledo, der Studienhalber nach Paris gesandt hatte. Diese hielten sich aber im Jahre1245 in Paris aus, wo sie der Erzbischof Johann von Toledo nacheinem Concil zu Lyon besuchtes.
Bei einem zweiten öffentlichen Akte jener Zeit erscheint abermals
1) ?I:^8ic. pax. 238. Nelooo. I, tr. 3. eax. 5.
2) krimLeia äe In sanin iZIesin äs loloäo, Vol. Il, i>. 757 von OieKo äe La-steljon bei öomäoin p. 288.