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Albertus Magnus : sein Leben und seine Wissenschaft
Entstehung
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Vorwort.

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achtung mußte gewiß reizen, das Leben und Wirken dieses Manneseinmal einer genaueren Untersuchung zu würdigen, den Stamm dergeschichtlichen Wahrheit in seinem Leben von der üppigen Fülle derSagcngebilde zu befreien, seine wirklichen Leistungen in der Wissen-schaft von den ihm bloß später bcigelegten Kenntnissen durch Be-nützung der Quellen zu unterscheiden. Dazu kam, daß dieser hoch-interessante Mann nach Geburt und als Bischof von Regensburgunserem bayerischen Vaterlande angchört, aber, obwohl der größteGelehrte des Mittelalters, doch viel zu wenig in seinen Verdienstengekannt, anerkannt und gewürdigt ist sowohl von Seite der Phi-losophen, als der Theologen und Historiker. Das Alles hat michzur Uebernahme der Arbeit bewogen, die ich mit Schüchternheit hiervorlege. Denn obwohl ich sorgfältig aus allen literarischen Quellenschöpfte, deren Benützung mir mit großer Güte überall zugcstandcnwurde, obwohl ich die fast zahllosen Werke des Albertus größtenteilsselbst durchforschte, obwohl ich auch fast alle Orte besuchte, woAlbertus gewirkt, um die Spuren und Reliquien seiner Thätigkeitdurch eigene Anschauung kennen zu lernen, so läßt sich doch bei derUngeheuern Ausdehnung der Wirksamkeit und der Schriftstcllereidieses Mannes, bei der großen Anzahl von Orten seiner Thätigkeit,bei der Mannigfaltigkeit seiner Wissenschaft, bei der geringen Zahlder alten Quellen, bei der Schwierigkeit, die Lokalquellen zu erfahrenund zu erhalten, nichts anderes erwarten, als daß manches Jrr-thümliche, manches Unvollkommene und Mangelhafte sich in dieDarstellung eingeschlichen. Doch wird der billige Beurtheiler wohldie Aufwendung redlichen Fleißes bei dieser Arbeit nicht verkennen,sowie, daß nur die Wahrheit das Ziel meiner Forschung und Dar-stellung gewesen, indem ich auch dem Ausspruche des alten Biographen