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Rheinsagen aus dem Munde des Volks und deutscher Dichter : für Schule, Haus und Wanderschaft
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Bischofszell tm Thurgau.

Die Gärten, die Bäume zugleich,

Sie schwinden, sie setzen sich wieder;

Es spielen im freien ReichDie Fische, die fröhlichen, wieder.

G Schwab.

208. Die Thurbrücke.

Wer hat diesen steinernen BogenUeber die wilde Thur gezogen?

Daß der Wandrer die Straße lobet,Daß das Waßcr vergeblich tobet?

Wars ein mächtiger Fürst im Lande,Der den Strom gelegt in Bande?Wars ein Führer in Kriegestagen,

Der die Brücke dem Heer geschlagen?

Oder richtet für Mann und RosseSic der Ritter vom hohen Schloße,Und indes sein Haus zerfallenIst sein Pfad noch immer zu wallen?

Nein, die Brücke, die ihr schauet,Mannswort hat sie nicht erbauet;

Auf ein Wort aus des Weibes MundeStieg sic über dem Felsengrunde.

Die dort auf der Burg gchauset,

Hörte wie die Woge brauset,

Sah den Fluß von WaldesqucllcnUnd vom Guße des Regens schwellen.

Und den Nachen am steingen Lande,Der von Strande führt zu Strande,Sah sie drüben sich drchn und wiegen:Weh, wenn Einer hincingestiegen!