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Mainau.
Der Hcrbstwind rauscht im Laube,
Der Apfel fällt vom Baum,
Es reift die dunkle Traube:
War Alles denn ein Traum?
Und endlich sanft der Wintersturm:
Herr Hug, er liegt gefangenUnd wund im Heidenthurm.
Da hat der.Jungfrau HoffenRecht wie ein DonnerstralDie böse Kunde troffen;
Sie sitzet stumm im Saal.
Es kam der Freier Schwarm herbei:
Die Hoffnung ist gestorben:
So lebet noch die Treu! —
Die Hoffnung ist gestorben,
So lebet noch die Treu,
Ob auch ini Thurm verdorbenDes Ritters Jugend sei;
Man beut ihm Freiheit, Gold und Ehr,Wenn er vom Glauben läßet:
Das thät er nimmermehr.
Von Jahr zu Jahr sie trauern,
Sie sinken flehend aufs Knie,
Er in den schwarzen Mauern,
Auf grünem Eiland sie.
Bis daß in einer FrühlingsnachtDas Wort des Herrn im TraumeWard vor sein Ohr gebracht.
Der Engel sprach zum Ritter:
„Auf, opfre dich dem Herrn,
So springt dein Kerkcrgittcr,
So leitet dich sein Stern!"
Der Ritter denkt der süßen FraunDie Minne soll er opfern;
Doch ach! er darf sie schaun!