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Rheinsagen aus dem Munde des Volks und deutscher Dichter : für Schule, Haus und Wanderschaft
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432
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432 Königsfelden.

„Hier der Lohn," ruft Fürst Johgnn; stößt den Sper ihm durch die

Gurgel,

Theilt ihm Eschenbach das Haupt, birgt ihm Balm das Schwert im

Busen.

Als nun unter die drei Mörder zischend, rauschend spritzt der Blutstral:Auseinander stieben sie wie der Pulvcrthurm vom Glutstral!

Gen Altbühren Balm, er duckt sich tief im wohlbemanntcn Thurme:Wo Verzweiflung bricht sein Herz, eh die Rache seinen Thurm bricht.

Fern in Schwaben wohnt ein Schäfer, einsam, arm, im tiefsten Dunkel,Fünfunddrcißig lange Jahre weidet' er auf diesen Fluren;

Sterbend nannt' er einen Namen, welchem Schwert und Hars erklungen:Eschenbach! des hehren Stral seines Mordes Fluch verschlungen.

Als des Kaisers Kind, die Agnes, die vollzogen seine Blutrach,

In dem Dom zu Königsfelden lange schon in hoher Gruft lag:

Ein' erhabne Mönchsgcstalt (sechzig Jahr in Pisa Bruder)

Kam, und Laute sich die Hütte an dem Habsburg-Hügel unten.

Solcher wüst aus Albrechts Tagen von dem Mord genaue Kunden,Daß ein ahnungsvolles Grauen die es hörten oft empfunden.

Der noch lebend wie ein Geist um sein Erb und Grab gespukt hat,Sterbend nannt er seinen Namen: Herzog Hans, der Enkel Rudolfs!

Also hat die Schuldbeladnen eine That hinabgcschlungen:

Wie am Giftbiß stirbt der Tiger, der die Schlange hat bezwungen.

A A. L, Fallen.