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Rheinsagen aus dem Munde des Volks und deutscher Dichter : für Schule, Haus und Wanderschaft
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WiesenthaI.

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187. Gespenst an -er Kandererstraste.

's git Gspenster, seit isch ns und isch verbei!

Gang nummen in der Nacht vo Chander hei,

Und bring e Ruusch! De triffsch e Plätzli a,

Und dort verirrsch. I setz e Büeßli dra.

Vor Ziten isch nit wit vo sollem PlatzE Hüsli gsi; c Frau, c Chind, e ChahHcn g'othmct drinn. Der Ma het vorein ZeltSi Lebe g'lo im Heltclinger Feld.

Und wo sie hört: „Di Ma lit unterm Sand!"

Se het me gmeint, sie stoß der Chopf an d'Wand.Da holt sie d'Pappe no vom Füür und blost,

Und gits im Chind, und seit: „Du bisch mi Trost!"

Und 's wärs au gsi. Doch schlicht e mol mi ChindZur Thürcn ns, und d'Muetter sitzt und spinnt,

Und meint, 's feig in der Chuchi, rücft und geht,Und sieht no just, wie's uffem Fußweg stoht.

Und drüber lauft e Ma, voll Wi und Brenz,

Vo Chander her anS Chind und überrcnt'sUnd bis sie 'm helfe will, scn ischs scho hi,

Und rüehrt si nit — e flvschc Bueb ischs gsi.

Jez rüstet sie ne Grab im tiefe Wald,

Und deckt ihr Chind, und seit: „I folg der bald!"Sie setzt st nieder, hüetet 's Grab und wacht,

Und endli stirbt sie in der nüntc' Nacht.

Und so verwest der Lib in Luft und Wind.

Doch sitzt der Geist no dort und hüetet's Chind,

Und hütigs Tags, de Trunkene zu Tort,

Geht d'Chander Stroß verbei an sellcm Ort.