Elsaß und Breisgau.
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179. Die blinde Miiia.
Ottilia war blind geboren,
Ihr Vater war ein gar grimmiger Mann,
Er ließ ein Fäßchen binden, ja binden.
Er schlug dem Fäßchen einen Boden ein,
Und warf die arme Ottilia hinein,
Er warf sie in das Waßer, ja Waßer.
Sie schwamm drei Nacht und auch drei Tag,
Sie schwamm der Mühle wohl unter das Rad,Das Rad, das steht ja stille, ja stille.
Die Mühle will nicht ums Mühlrad gehn:
„Ach Gott! was ist an meiner Mühle geschehn,
Die Mühle steht ja stille, ja stille."
Der Müller, der lief wohl zum Mühlenrad,
Und als er die arme Ottilia sah,
Da zog er sie aus dem Waßer, ja Waßer.
Der Müller erzog sie bis zwanzig Jahr,
Bis daß Ottilia ein wackeres Mädchen war,
Da gieng sie über die Straße, ja Straße.
Da sagten alle die Bürgersleut,
Ottilia wär ein gefundenes Kind,
Gefunden in dem Waßer, ja Waßer.
„Jetzt will ich nicht mehr heißen gefundenes Kind,Viel lieber will ich suchen meinen Vater geschwind,Meine Mutter will ich beweinen, ja beweinen."
Sie kniete sich auf einen Marmelstcin,
'Sie kniete sich Löcher in ihre BeinUnd betete für ihren Vater, ja Vater.