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Rheinsagen aus dem Munde des Volks und deutscher Dichter : für Schule, Haus und Wanderschaft
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Z a b. e r n.

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So übt er Jedes pünktlich ausMit schnell gewandtem Sinn,

Was Brauch ist in dem Gotteshaus,

Er hatt es alles inn,

Und wird nicht müde bis zum Schluß,Bis beim Vobiscum dominusDer Priester zur Gemein sich wendet,Die hcilgc Handlung segnend endet.

Da stellt er Jedes wiederumIn Ordnung säuberlich,

Erst reinigt er das HeiligthumUnd dann entfernt er sich,

Und eilt in des Gewissens RuhDen Eisenhütten heiter zu,

Spricht unterwegs, die Zahl zu füllen,Zwölf Paternoster noch im Stillen.

Und als er rauchen sieht den Schlot,Und sicht die Knechte stehn,

Da ruft er: „Was der Herr gebot,

Ihr Knechte, ists geschehn?"

Und grinsend zerren sic den MundUnd deuten in des Ofens Schlund:„Der ist besorgt und aufgehoben,

Der Graf wird seine Diener loben."

Die Antwort bringt er seinem HerrnIn schnellem Lauf zurück.

Als der ihn kommen sicht pon fern,Kaum traut er seinem Blick:„Unglücklicher! Wo kommst du her?" —„Vom Eisenhammer" — „Nimmermehr!So hast du dich im Lauf verspätet!" —„Herr, nur so lang bis ich gebetet.

„Denn als von cuerm AngesichtIch heute gicng, verzeibt,

Da fragt ich erst nach meiner PflichtBei der, die mir gebeut.

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