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Rheinsagen aus dem Munde des Volks und deutscher Dichter : für Schule, Haus und Wanderschaft
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Z L b e r n.

Da tönt ihm von dem GlockenstrangHellschlagend des Geläutes Klang,

Das alle Sünder, hochbegnadet,

Zum Sacramente festlich ladet.

„Dem lieben Gotte weich nicht aus,Findst du ihn auf dem Weg!"

Er sprichts und tritt ins Gotteshaus,Kein Laut ist hier noch reg!

Denn um die Erndte wars, und heißIm Felde glüht der Schnitter Fleiß,Kein Chorgehülfe war erschienen,

Die Messe kundig zu bedienen.

Entschlüßen war er alsobaldUnd macht den Sacristan,

„Das," spricht er, „ist kein Aufenthalt,Was fördert himmelan."

Die Stola und das CingulumHängt er dem Priester dienend um,Bereitet hurtig die GefäßeGcheiligct zum Dienst der Messe.

Und als er dieß mit Fleiß gethan,

Tritt er als MinistrantDem Priester zum Altar voran,

Das Messbuch in der Hand.

Und knieet rechts und knicet links,

Und ist gewärtig jedes Winks,

Und als des Sanctus Worte kamen,Da schellt er dreimal bei dem Namen.

Drauf als der Priester fromm sich neigtUnd zum Altar gewandtDen Gott, den gegenwärtgen, zeigtIn hocherhabncr Hand,

Da kündet es der SacristanMit Hellem Glöcklein klingelnd an,

Und alles kniet und schlägt die Brüste,Sich fromm bekreuzend vor dem Christe.