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Straßburg.
„Freund," sprach der Burgemeister, „nun faßt wohl jedes Kind,Was für cntschloßne Geister die braven Zürcher sind.
„Der Brief, den wir geschrieben, mach euch das Herz nicht wundVersöhnt laßt euch gelieben den uns erwünschten Bund!"
Drauf Handschlag und Umfangen und brüderlicher Kuss!
Und Jubeltön erklangen umher dem Bundesschluß.
Nun ward nach deutscher Weise der Becher frisch geleert,
Zugleich als Ehrenspeise der Zürcher Brei verzehrt.
Aufs Wohl der Bundsverwandten floß reichlich goldncr Wein,Dem Zürcher Abgesandten schiens Uebermaß zu sein.
Er sprach: „Genug für heute, damit wir gut bestehnUnd nicht als trunkne Leute zu Schiffe taumelnd gehn.
„Kein Vorbild sei dieß Schwanken für unfern werthen Bund!Der stehe sonder Wanken auf ewgem Felsengrund!
So schieden sie und eilig begann nach Zürch die Fahrt,
Der Bundestopf ward heilig in Straßburg aufbewahrt.