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Seckenheim.
Kämpfend mengen sich die Scharen, hier der Rhein, der Neckar dort,Doch des Kampfgewichts Gefahren zähmt des Pfalzgrafs hcrschend Wort.
Plötzlich winkt er im Gefechte, und auf die berittnen ReihnRücken seine Lanzcnknechtc mit den langen Dolchen ein.
Schlüpfen untern Bauch der Pferde, stechen hin und stechen her:
Ross und Reiter stürzt zur Erde und erschrocken wankt das Heer:
„Flieht, Verzagte! Nicht entlaufet ihr der Schande, noch der Haft:Oder freuts euch, so ersaufet immerhin in blühnder Kraft/
„Seht, wie kühl das Wasser ladet! hier der Rhein, der Neckar dort.Streckt die Waffen denn!" Begnadet führt er sie zum Schloßbcrg fort.
„Truchseß auf! Herbei ihr Schenken, rüstet mir das Siegesmal,Liege Purpur auf den Bänken, reich umhangen sei der Saal.
„Hörner sollen laut erschallen, Weine fließen weiß nnd roth,
Fisch und Wildbrät thcilet Allen, aber Eins gebreche — Brot."
Freundlich lädt er sie zum Male: seid willkommen, thut Bescheid,Edle Herrn, mir im Pocale, und im Wein ertränkt das Leid.
Zwei Bischöfe, beide Grafen, was wir lieben, klinget an!
Wie wir hent im Feld uns trafen, so besteht mich Mann für Mann.
Sitzt umher und mög euch munden was der karge Koch uns trug;Gern verschönt' ich euch die Stunden, widrig ist die Haft genug.
Mag des Sängers Mund indessen singen, was ihm Gott gebot.Fehlt noch was? Ist Salz vergehen? — „Nichts, Herr Pfalzgraf,
nichts als Brot."
Brot nur? Truchseß, Brot vergaßt ihr, Brot ernährt, das schaffet her.„Herr, den letzten Bißen aßt ihr, und die Pfalz hat keines mehr." —
Backet denn und laßet malen — „Gnädger Herr, das Korn gebricht."—Nun so drescht, ich kanns bezahlen, mangeln doch die Garben nicht. —