„Ja sie mangeln, blicket nieder, Scheuern glühn, es dampft das Feld."— >Ackert denn und säet wieder, biS der Halm der Sichel fällt.
„Just zum Säen fehlts am Korne, auch die Aussaat schlang der Brand,Alles im »ergebnen Zorne schlang der Feind im Pfälzer Land." —
Branntet Alles ihr zu Kohlen, so geduldet euch, ihr Herrn;
Fremdes Brot herbei zu holen öffnet ihr die Säckel gern.
Dann bedarf cs Korn zum Malen, Korn der Erde zu vertraun,
Das auch werdet ihr bezahle«, und dem Landmann Hütten baun.
Wenn ihr wieder hier im Lande ungerechte Kriege führt,
Laßt dem Bauern, pfui der Schande! Schcur und Felder unberührt.
K. S.
145. Die Sage vom Wolssbrunncii.
Schon spiegelt auf des Neckars Flut der Mond sein blinkend Horn,Wer wandelt flink und wohlgemuth waldein zum grünen Born?
Schön Jetta ists, vom Jettenbühl die hehre Seherin,
Getreuer Minne Machtgcfühl ermuthigt ihren Sinn.
Allabendlich zum Waldborn kam ein fremder Jägersmann,
Ein Recke kühn und minnesam, den Jetta liebgewann.
Oft bei des Mondes Dämmerstral hat sie die Nix belauscht,
Wenn Kuss um Kuss der Fremdling stahl von Lippen glutberauscht.
Auch heute wagt sie ihm zur Huld den späten Pilgcrgang,
Bor heißer Hcrzensungeduld deucht ihr der Pfad so lang.
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