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Rheinsagen aus dem Munde des Volks und deutscher Dichter : für Schule, Haus und Wanderschaft
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Oggershei m.

So bist du leicht der Stadt mehr nützeAls jene ausgewichne Stütze."

Und zwischen Donnerbüchsen standEr plötzlich auf dem Thor,

Schwang mnthig mit der rechten HandEin weißes Tuch emporUnd rief fast trotzig: „Hört ihr Degen,Ich soll mit euch Verhandlung Pflegen.

„Gelobt ihr Schutz und SicherheitUns allen redlich an,

So wird flugs ohne WiderstreitDas Thor euch aufgethan.

Doch wollet ihr die Stadt verheeren,So werden wir uns grimmig wehren."

Dem Feldherrn ward was Jener sprach,Vom Dolmetsch treu erklärt.

Er sann darob nicht lange nach,

Er rief: „Es sei gewährt!"

Und Hans vertrauend diesem WorteEröffnet? sogleich die Pforte.

Wie staunten jetzt die SpanierAuf ihres Einzugs Bahn,

Als sie das Städtchen um sich herWie ausgestorben sahn!

„Wo?" fragten sie, „wo sind die Andern,Die sonst durch diese Gassen wandern?"

„Sie flohn!" versetzte Hans. „Nur mirHieng eine Kett am Fuß,

Weil ich heut oder morgen hierKindtaufe geben muß.

Doch dürft ihr drum nicht feindlich schalten,Was ihr versprochen, müßt ihr halten!"

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