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Oggersheim.
141. Der Hirt von Dggersheim.
Im dreißigjährgen KriegsgewühlNahm sich die Pfalz am RheinEin spanscher Feldherr einst zum Ziel, Und zog mit Scharen ein.
Er ließ um siegend vorzudringenDas Stäbchen Oggersheim umringen.
Den Bürgern wurde kalt und heiß,
Bis noch der Trost sich fand,
Daß »«entdeckt im ehrnen KreißEin Fluchtweg offen stand.
Da griffen sie geschwind zum StabeUnd stöhn mit Weib und Kind und Habe.
Hans Marsch, der Schafhirt, blieb im OrtDer Männer ganzer Rest.
Denn Ehehaften hielten dortDen wackern Burschen fest;
Sein Weib, ein ihm sehr liebes Wesen,War eines Kindleins erst genesen.
„Sieh zu, was stehet dir bevor?"Rathschlagte Hans mit sich:
„Das Volk umlagert Wall und ThorUnd tobet fürchterlich.
Doch nur getrost! wie sichs auch stelle,
Es stammt denn doch nicht aus der Hölle!
„Tritt mannhaft ihm vors AngesichtUnd sprich ein tapfres Wort!
Das war des Bürgermeisters Pflicht,
Doch lief die Memme fort.