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Rheinsagen aus dem Munde des Volks und deutscher Dichter : für Schule, Haus und Wanderschaft
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W o r in s.

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136. Eberhard im Bart.

Es saßen einst zu Worms am RheinDer Kaiser Max bei frohem MalUnd um ihn her in buntem ReilmDie deutschen Fürsten ohne Zahl.

Da duften rings die Braten frisch,

Da perlt der Wein zum Becherklang,

Und um den reich besetzten TischErschallt Trompct und Fcstgesang.

Schon labte sich der heitre Muth,

An mancher Rede froh und trautUnd von dem edeln RebenblutAlsbald ward jede Zunge laut.

Und wie sie nun ein BruderbundUmjauchzt den kaiserlichen Hort,

Da that mit Lächeln seinen MundDer Pfälzer auf und sprach das Wort i

„Ihr Herrn, wer rühmt ein Erbe seinGleich mir? von meinen Höhn ergießtAus vollem Borne sich der Wein,

Der Allen heut zur Labe fließt.

Wie herrlich ists von diesen HöhnHinunter nach dem alten RheinAufs fruchtgeschwellte Land zu sehnBei einem solchen Glase Wein!"

Drauf sprach der Sachse streng und schlicht:„Hat euch allein das Glück gelacht?

Wohl auf den Bergen find ichs nicht,

Doch unten tief tip Bergesschacht.

Ich nenn euch gültigen Ersatz:

Seht nur mein liebes Sachsen an! .

Ist nicht das Eisen auch ein Schatz,

Das ich im Schweiße mir gewann?"