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Worms.
„Laßt es sie genießen, daß sie eure Schwester sei,
Bei aller Fürsten Tugend, steht mir die Treue bei!
Mein mögen lange harren mein Vater und mein Bann:
Es ward am lieben Freunde nimmer übler gethan."
Die Blumen allenthalben wurden vom Blute naß,
Da rang er mit dem Tode, nicht lange that er das,
Denn des Todes Waffe schnitt ihn allzusehr:
Auch mußte bald ersterben dieser Degen kühn und hehr.
Als die Herren sahen, der Degen sei todt,
Sie legten ihn auf einen Schild, der war von Golde roth;Da gierigen sie zu Rathe, wie es sollt ergehn,
Daß es verhohlen bliebe, cs sei von Hagen geschehn.
Da sprachen ihrer Viele: „Ein Unfall ist geschehn;
Ihr sollt es Alle hehlen und Einer Rede stehn:
Als er allein ritt jagen, der Kriemhilde Mann,
Da schlugen ihn die Schächer, da er fuhr durch den Tann."
Da sprach von Tronje Hagen: „Ich bring ihn in das Land.Mich soll es nicht kümmern, wird cs ihr auch bekannt,
Die so betrüben konnte Brunhildens hohen Muth;
Ich werde wenig fragen, wie sie nun weinet und thut."
Da harrten sie des Abends und fuhren Überrhein:
Von Helden konnte nimmer so schlimm gejaget sein.
Ihr Beutewild beweinte noch manches edle Weib.
Bald mußte sein entgelten viel guter Weigande Leib.